Abgestimmte Projektbeschreibung
Struktur, Ressourcen, Dauer und Liefergegenstände — von Ihnen abgenommen.
Anwendungsfall · Eigene Kalkulation
Sie planen ein Projekt. Wir liefern den vollständigen Plan dazu — Arbeitspakete, Ressourcen, Phasendauern und Kosten, bis auf die einzelne Position.
Start
leer
Projekt
11 Phasen · 39 Positionen
Phase
Implementierung & Entwicklung
Position
Testfälle
Menge
70 · 80 · 130
P10 · P50 · P90
Beteiligte Rollen
Zeitraum
Monat 2–5 · P90 3–8
4 Treiber wirken hier
Projektoutput
Aufwandstreiber
Reichweite
Definition
Projektkalkulation ermittelt Aufwand, Kosten und Dauer eines Vorhabens vor dessen Start. Costmark führt sie simulationsbasiert durch: Das Vorhaben wird als Projektmodell mit hinterlegten Unsicherheiten abgebildet und per Monte-Carlo-Simulation über viele Durchläufe gerechnet. Ergebnis ist eine Bandbreite (P10–P90) je Phase und Rolle statt einer Einzelzahl — nutzbar für Angebot, Festpreisentscheidung und Business Case.
aAusgangslage
Nicht mangelnde Erfahrung ist die Ursache, sondern die Struktur der Aufgabe: Jede einzelne Schätzung kann plausibel sein und die Summe trotzdem nicht tragen, weil Abhängigkeiten und Risiken erst im Zusammenspiel wirken. Genau das rechnet die Simulation durch.
IT-Projekte liegen im Mittel 27 % über Budget, jedes sechste im Mittel um 200 % — die Abweichung ist die Regel, nicht der Ausrutscher einzelner Vorhaben.
Eine Punktschätzung verbirgt, wie groß das Risiko ist. Ein pauschaler Puffer beantwortet die Frage nicht, er verschiebt sie.
Software-Aufwand hängt an Hardware und Schnittstellen, die erst spät feststehen.
In der Integration eskalieren Aufwände, die vorher niemand eingeplant hat — zulasten der eigenen Marge.
Quelle: Bent Flyvbjerg, Alexander Budzier: „Why Your IT Project May Be Riskier Than You Think“. Harvard Business Review 89 (2011), Nr. 9, S. 23–25.
bErgebnis
Sie sehen, wie wahrscheinlich welcher Aufwand ist und wo die Streuung entsteht. Damit wird der Preis, den Sie nennen, zu einer bewussten Entscheidung: Wer P90 zusagt, geht ein anderes Risiko ein, als wer P50 zusagt — und weiß es vorher.
Aufwand je Phase
Stunden · P10 – P90
| Projektphase | Spanne P10 bis P90 in Stunden | P50 in Stunden |
|---|---|---|
| Konzept | 460 h | |
| Entwurf | 780 h | |
| Detail | 1.520 h | |
| Integration | 1.480 h | |
| Abnahme | 753 h | |
| Gesamt | P10 4.180 · P90 6.240 | 4.993 h |
Anteil je Rolle
Gesamt ist nicht die Summe: nicht alle Phasen laufen gleichzeitig schlecht.
Beispielhafte, vorgerechnete Simulation zur Veranschaulichung. Für Ihr Vorhaben wird ein eigenes Projektmodell aufgebaut und kalibriert. Zur Methode
Kalkulation / Vertrieb
Ein Angebotspreis, der begründet ist — mit sichtbarem Risiko statt implizitem Bauchgefühl.
Projektleitung
Realistische Termine statt geschönter Zusagen — Puffer, wo sie wirklich gebraucht werden.
Geschäftsführung / Marge
Geschützte Marge — kein Verlustauftrag durch zu niedrige oder zu hohe Zahlen.
Wo KI-gestützte Entwicklung den Aufwand senkt, weisen wir das je Phase gesondert aus. KI-Coding-Potenzial ansehen
cVorgehen
Vom ersten Gespräch bis zur Übergabe. Sie wissen jederzeit, woran wir arbeiten, und nehmen die Projektbeschreibung ab, bevor gerechnet wird.

Idee · Kosten · Umsetzung
Sie schicken, was vorliegt. Wir klären Umfang, Zeitrahmen und offene Punkte.
Ihr erstes Ergebnis — es geht an Sie, bevor gerechnet wird.
Läuft bei uns. Rückfragen kommen gebündelt, nicht einzeln.
Bandbreite, Kostentreiber und Empfehlungen für Angebot, Puffer und Business Case.
dDeliverables
Struktur, Ressourcen, Dauer und Liefergegenstände — von Ihnen abgenommen.
P10, P50 und P90 — die Spanne, in der sich Aufwand und Kosten bewegen.
Transparent aufgeschlüsselt und nachvollziehbar.
Risiken dort, wo die Schwankung am größten ist.
Belastbare Grundlage für Angebot und Investitionsentscheidung.
Ihre bestehende Kalkulation als zweite Instanz gegengerechnet.
Klare nächste Schritte für die Entscheidung.
eSchwerpunkt
Ausgearbeitet ist die Methode heute vor allem für Steuerungs-, Embedded- und Systemsoftware. Dort liegt die Erfahrung mit den Aufwandstreibern, die über Marge und Termintreue entscheiden — die Methode selbst ist domänenunabhängig.
Aufwandstreiber, die erst spät feststehen und die Streuung bestimmen.
Die Phase, in der Nachträge und Verzug typischerweise entstehen.
Regelmäßig unterschätzter Aufwand, der separat ausgewiesen wird.
fFAQ
Belastbar wird eine Kalkulation, wenn sie die Unsicherheit mitrechnet, statt sie in einem pauschalen Puffer zu verstecken. Dazu wird das Vorhaben als Projektmodell erfasst — Phasen, Abhängigkeiten, Ressourcen und Risiken — und jede Position mit einer Bandbreite statt eines Einzelwerts hinterlegt. Anschließend wird das Modell per Monte-Carlo-Simulation über viele Durchläufe gerechnet. Ergebnis ist eine Verteilung: Sie sehen, wie wahrscheinlich welcher Aufwand ist, welche Treiber die Streuung verursachen und mit welchem Wert Sie ein Angebot oder ein Budget absichern können.
Ja. Das ist ein häufiger Einstieg: Sie haben bereits kalkuliert und wollen wissen, ob die Zahl trägt. Wir bauen das Projektmodell eigenständig auf und rechnen Ihre Kalkulation dagegen. Das Ergebnis zeigt, an welcher Stelle der Verteilung Ihr Wert liegt — und welche Positionen die Abweichung verursachen. Häufig ist nicht die Gesamtsumme das Problem, sondern eine einzelne Phase, deren Streuung unterschätzt wurde.
Ja. Aus der Aufwands- und Kostenbandbreite lässt sich ein Business Case ableiten, der die Unsicherheit mitführt statt sie zu glätten: Investitionsentscheidung und Angebotsentscheidung beruhen dann nicht auf einem einzelnen Szenario, sondern auf einer nachvollziehbaren Verteilung. Damit wird auch sichtbar, ab welchem Aufwand ein Vorhaben wirtschaftlich kippt.
Genau dafür ist die Bandbreite gedacht. Ein Festpreis ist eine Wette auf einen Wert der Verteilung — die Simulation macht sichtbar, welche Wette Sie eingehen. P90 bedeutet, dass der Aufwand in 90 % der simulierten Verläufe nicht überschritten wird; P50 wäre eine Zusage mit rund hälftigem Überschreitungsrisiko. Welchen Wert Sie ansetzen, bleibt Ihre unternehmerische Entscheidung — die Simulation legt sie offen, statt sie Ihnen abzunehmen.
Wir kalkulieren Ihr Vorhaben als Bandbreite nach Phasen und Rollen — oder rechnen Ihre bestehende Kalkulation als zweite Instanz gegen. Ein kurzes Gespräch genügt, um den passenden Umfang festzulegen.
Sie vergeben das Projekt stattdessen an einen Lieferanten? Dann sind Zielkosten der passende Fall. Grundlage ist in beiden Fällen dieselbe Methode. Warum sich ein Projekt dieser Größe nicht in einer Tabelle abbilden lässt, ist im Insight zur Grenze der Tabellenkalkulation mit Quellen belegt.