Anwendungsfall · Eigene Kalkulation

Projektkalkulation für komplexe Vorhaben

Sie planen ein Projekt. Wir liefern den vollständigen Plan dazu: Arbeitspakete, Ressourcen, Phasendauern und Kosten, bis auf die einzelne Position.

Definition

Projektkalkulation ermittelt Aufwand, Kosten und Dauer eines Vorhabens vor dessen Start. Costmark führt sie simulationsbasiert durch: Das Vorhaben wird als Projektmodell mit hinterlegten Unsicherheiten abgebildet und per Monte-Carlo-Simulation über viele Durchläufe gerechnet. Ergebnis ist je Phase und Rolle ein Planwert mit der Absicherung dahinter statt einer Einzelzahl, nutzbar für Angebot, Festpreisentscheidung und Business Case.

aAusgangslage

Zu komplex für eine Schätzung. Nicht zu komplex für eine Berechnung.

Warum plausible Schätzungen zu niedrig liegen.

Nicht mangelnde Erfahrung ist die Ursache, sondern die Struktur der Aufgabe: Wer grob denkt, denkt in wenigen Schritten. Aufgefaltet werden es mehr, und ein Teil davon ist Warten, nicht Arbeit.

Quelle: Bent Flyvbjerg, Alexander Budzier: „Why Your IT Project May Be Riskier Than You Think“. Harvard Business Review 89 (2011), Nr. 9, S. 23-25.

bErgebnis

Ein Planwert, eine Absicherung, das Risikoband dazwischen.

Sie sehen je Phase, womit zu rechnen ist und wie weit die Werte streuen. Der Planwert trägt die Planung, die Absicherung die Zusage. Wo Sie dazwischen planen, entscheiden Sie.

Beispielhafte, vorgerechnete Simulation zur Veranschaulichung. Für Ihr Vorhaben wird ein eigenes Projektmodell aufgebaut; vorhandene Erfahrungswerte fließen in die Kalibrierung ein. Zur Methode

Wo KI-gestützte Entwicklung den Aufwand senkt, weisen wir das je Phase gesondert aus. KI-Coding-Potenzial ansehen

  • Projektleitung

    Hält der Termin, und woran merke ich früh, dass er kippt?

    Phasendauern mit Bandbreite, benannte Engpassrolle, kritischer Pfad.

  • Entwicklungsleitung

    Reicht unsere Kapazität für das, was zugesagt ist?

    Stunden je Rolle, Einsatzfenster und Auslastung gegen die Kapazität.

  • Qualität und Zulassung

    Ist der Normaufwand eingeplant, oder kommt er obendrauf?

    Nachweise und Prüfverfahren als Arbeitspakete, mit ihrer Wartezeit.

  • Geschäftsführung

    Wo geht die Marge in unseren Projekten verloren?

    Aufwand je Phase mit Planwert und Absicherung, Treiber benannt.

cGegenmaßnahmen

Was sich vorher noch ändern lässt.

Der Plan zeigt, woran der Termin hängt: an einer Rolle, an einer Freigabe, an einer Lieferzeit. Eine Maßnahme wird durchgerechnet, mit ihrer Wirkung auf Stunden, Dauer und Terminsicherheit. Bekannte Unsicherheit lässt sich gezielt verkleinern, unbekannte nicht.

dTeam

Die begrenzende Rolle ist selten die größte.

Die Stunden liegen überwiegend in der Entwicklung. Den Termin bestimmt oft eine andere Rolle, die nur mit Teilkapazität verfügbar ist. Der Plan benennt sie und zeigt, in welchen Monaten sie an ihrer Grenze arbeitet.

eVorgehen

Wie ein Mandat abläuft.

Vom ersten Gespräch bis zur Übergabe. Sie wissen jederzeit, woran wir arbeiten, und nehmen die Projektbeschreibung ab, bevor gerechnet wird.

Lennart Stabenow erläutert am Flipchart die Schritte Idee, Kosten und Umsetzung

Idee · Kosten · Umsetzung

  1. 01

    Ist-Aufnahme

    Sie schicken, was vorliegt. Wir klären Umfang, Zeitrahmen und die offenen Punkte.

    Ihr Aufwand: 60 Minuten

  2. 02

    Rekonstruktion

    Aus den Unterlagen entsteht die Projektbeschreibung: Arbeitspakete, Rollen, Annahmen, Abgrenzung.

    Ihr Aufwand: ohne Ihr Zutun

  3. 03

    Freigabe

    Sie lesen die Projektbeschreibung gegen und korrigieren, was nicht zu Ihrem Vorhaben passt.

    Ihr Aufwand: 60 Minuten

  4. 04

    Simulation

    Das freigegebene Modell wird gerechnet, mit Terminplan, Team, Varianten und Risiken.

    Ihr Aufwand: ohne Ihr Zutun

  5. 05

    Ergebnisreview

    Wir gehen den Projektplan mit Ihnen durch, Abschnitt für Abschnitt.

    Ihr Aufwand: 60 Minuten

fDeliverables

Was Sie am Ende in der Hand halten.

Abgestimmte Projektbeschreibung

Struktur, Ressourcen, Dauer und Liefergegenstände, von Ihnen abgenommen.

Planwert, Absicherung, Risikoband

Der Planwert für die Planung, die Absicherung für die Zusage, dazwischen das Risikoband.

Aufwand nach Phasen & Rollen

Transparent aufgeschlüsselt und nachvollziehbar.

Terminplan mit kritischem Pfad

Meilensteine ab Projektbeginn, Bearbeitung getrennt von der Wartezeit auf externe Verfahren, dazu die Dauer je Variante.

Team und Engpassrolle

Stunden und Einsatzfenster je Rolle, dazu die Auslastung der begrenzenden Rolle gegen ihre Kapazität.

Varianten und Gegenmaßnahmen

Was eine Maßnahme bewirkt: Variante A gegen Variante B in Stunden, Dauer und Terminsicherheit.

Risikoregister

Risiken dort, wo die Schwankung am größten ist.

Normen als Arbeitspakete

Welche Norm in welcher Phase Nachweisarbeit erzeugt und ob diese Arbeit auf dem kritischen Pfad liegt.

Abweichungen zu Ihren Vorgaben

Ihre Vorgabewerte neben dem Simulationsergebnis, jede Abweichung benannt und eingeordnet.

Business Case

Belastbare Grundlage für Angebot und Investitionsentscheidung.

gSchwerpunkt

Software-Entwicklungsprojekte im Maschinen- und Anlagenbau.

Ausgearbeitet ist die Methode heute vor allem für Steuerungs-, Embedded- und Systemsoftware. Dort liegt die Erfahrung mit den Aufwandstreibern, die über Marge und Termintreue entscheiden; die Methode selbst ist domänenunabhängig.

  • Hardware und Schnittstellen

    Aufwandstreiber, die erst spät feststehen und die Streuung bestimmen.

  • Integration und Inbetriebnahme

    Die Phase, in der Nachträge und Verzug typischerweise entstehen.

  • Nachweise und Dokumentation

    Regelmäßig unterschätzter Aufwand, der separat ausgewiesen wird.

hFAQ

Häufige Fragen

Wie kalkuliere ich ein Software-Entwicklungsprojekt belastbar?

Belastbar wird eine Kalkulation, wenn sie die Unsicherheit mitrechnet, statt sie in einem pauschalen Puffer zu verstecken. Dazu wird das Vorhaben als Projektmodell erfasst: Phasen, Abhängigkeiten, Ressourcen und Risiken. Jede Position wird mit einer Bandbreite statt eines Einzelwerts hinterlegt. Anschließend wird das Modell per Monte-Carlo-Simulation über viele Durchläufe gerechnet. Ergebnis ist eine Verteilung: Sie sehen, wie wahrscheinlich welcher Aufwand ist, welche Treiber die Streuung verursachen und mit welchem Wert Sie ein Angebot oder ein Budget absichern können.

Können Sie unsere bestehende Kalkulation absichern?

Ja. Das ist ein häufiger Einstieg: Sie haben bereits kalkuliert und wollen wissen, ob die Zahl trägt. Wir bauen das Projektmodell eigenständig auf und rechnen Ihre Kalkulation dagegen. Das Ergebnis zeigt, an welcher Stelle der Verteilung Ihr Wert liegt und welche Positionen die Abweichung verursachen. Häufig ist nicht die Gesamtsumme das Problem, sondern eine einzelne Phase, deren Streuung unterschätzt wurde.

Erstellen Sie auch den Business Case?

Ja. Aus der Aufwands- und Kostenbandbreite lässt sich ein Business Case ableiten, der die Unsicherheit mitführt statt sie zu glätten: Investitionsentscheidung und Angebotsentscheidung beruhen dann nicht auf einem einzelnen Szenario, sondern auf einer nachvollziehbaren Verteilung. Damit wird auch sichtbar, ab welchem Aufwand ein Vorhaben wirtschaftlich kippt.

Eignet sich das für eine Festpreis-Entscheidung?

Genau dafür ist die Bandbreite gedacht. Ein Festpreis ist eine Wette auf einen Wert der Verteilung; die Simulation macht sichtbar, welche Wette Sie eingehen. P90 bedeutet, dass der Aufwand in 90 % der simulierten Verläufe nicht überschritten wird; P50 wäre eine Zusage mit rund hälftigem Überschreitungsrisiko. Welchen Wert Sie ansetzen, bleibt Ihre unternehmerische Entscheidung: Die Simulation legt sie offen, statt sie Ihnen abzunehmen.

Ihr Projekt belastbar kalkulieren

Wir kalkulieren Ihr Vorhaben nach Phasen und Rollen, mit Planwert und Absicherung, oder rechnen Ihre bestehende Kalkulation als zweite Instanz gegen. Ein kurzes Gespräch genügt, um den passenden Umfang festzulegen.

Sie vergeben das Projekt stattdessen an einen Lieferanten? Dann sind Zielkosten der passende Fall. Grundlage ist in beiden Fällen dieselbe Methode. Drei Insights belegen mit Quellen, warum sich ein Projekt dieser Größe nicht in einer Tabelle abbilden lässt, warum die Menge der Einflussgrößen das eigentliche Problem ist und was ein Sprachmodell antwortet, wenn man es nach dem Aufwand fragt.