Eigene Projektkalkulation
Welcher Aufwand ist für ein Projekt realistisch, das Sie selbst durchführen?
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Die Methode, mit der Costmark Projekte kalkuliert. Sie beantwortet die Frage „was kostet es“ nicht mit einer Zahl, sondern zeigt, wie wahrscheinlich welcher Aufwand ist — und welche Treiber die Streuung verursachen.
Ergebnisverteilung
Aufwand in Stunden
Definition
Simulationsbasierte Projektkalkulation überführt ein Vorhaben in ein strukturiertes Projektmodell mit hinterlegten Unsicherheiten und rechnet daraus per Monte-Carlo-Simulation eine Vielzahl möglicher Projektverläufe durch. Das Ergebnis ist eine vollständige Aufwands- und Kostenbandbreite (P10/P50/P90) statt einer einzelnen, trügerisch präzisen Punktschätzung.
aVorgehen
Aus den vorliegenden Unterlagen entsteht zunächst eine vollständige Projektbeschreibung — Struktur, Ressourcen, Dauer, Liefergegenstände —, die vor der Simulation abgenommen wird. Daraus wird das Modell: Statt einer einzelnen Zahl je Position hinterlegen wir Bandbreiten und Abhängigkeiten.
Auf Basis des Modells wird eine Vielzahl möglicher Projektverläufe durchgerechnet. Jeder Verlauf kombiniert die hinterlegten Unsicherheiten zu einem Gesamtergebnis. So entsteht keine Punktschätzung, sondern eine Verteilung von Aufwand, Kosten und Dauer.
Aus der Verteilung lesen wir belastbare Kennzahlen ab: P10, P50 und P90. Die Darstellung ist bewusst vollständig — sie macht die unvermeidbare Unsicherheit transparent, statt eine trügerische Punkt-Sicherheit zu versprechen.
bKennzahlen
Spanne je Arbeitspaket
Beispiel · eine Phase
Phase Anforderungsanalyse & Konzept
| Seite Dokumentation2 Treiber | ×1,75 |
|---|---|
| Abstimmungstermin4 Treiber | ×2,33 |
| Phase gesamtaus beiden Paketen | ×1,99 |
Zwei Pakete, zwei Spannen: je mehr Treiber auf ein Paket wirken, desto weiter läuft es auseinander.
Beispielhafte, vorgerechnete Simulation. Für ein konkretes Vorhaben wird ein eigenes Projektmodell aufgebaut und kalibriert.
Perzentile beschreiben die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Aufwand nicht überschritten wird. Sie ersetzen die eine Zahl durch eine ehrliche Aussage über Streuung. Wo Sie innerhalb dieser Bandbreite planen, bleibt Ihre Entscheidung.
In nur 10 % der simulierten Verläufe liegt der Aufwand darunter. P10 ist die untere, ambitionierte Grenze — kein Planwert.
Die Hälfte der Verläufe liegt darunter, die Hälfte darüber. P50 ist der zentrale Erwartungswert, nicht das sichere Ergebnis.
In 90 % der Verläufe wird dieser Wert nicht überschritten. P90 eignet sich als budgetsichere Planungsbasis.
cKalibrierung
Eine Simulation ist nur so gut wie ihre Annahmen. Deshalb werden die hinterlegten Verteilungen an strukturierten Erfahrungswerten und abgeschlossenen Projekten kalibriert und Abhängigkeiten zwischen Positionen (Korrelationen) berücksichtigt. So wird vermieden, dass sich Unsicherheiten fälschlich herausmitteln — die reale Streuung bleibt sichtbar. Die methodische Grundlage entsteht gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Partner AlgebraX.
Warum die Summe plausibler Einzelschätzungen systematisch zu niedrig liegt, belegt der Insight Wo die Tabellenkalkulation an ihre Grenze kommt anhand der veröffentlichten Untersuchungen.
dProjektarten
Die Methode ist domänenunabhängig: Voraussetzung ist keine bestimmte Branche, sondern eine beschreibbare Projektstruktur. Ob Software, eine Anlage oder ein Organisationsvorhaben entsteht, ändert das Modell — nicht das Verfahren.
Projekte mit hohem Neuanteil, in denen der Aufwand von Konzeptentscheidungen, Schnittstellen und Integrationsschritten abhängt — der heutige Schwerpunkt, insbesondere Software im Maschinen- und Anlagenbau.
Projekte mit langen Laufzeiten, Gewerke-Abhängigkeiten und Inbetriebnahmerisiken. Die Streuung entsteht hier vor allem aus Terminketten und Schnittstellen zwischen Beteiligten.
Projekte, deren Aufwand weniger an Technik als an Beteiligten, Abstimmungsschleifen und Migrationsschritten hängt. Auch diese lassen sich als Projektmodell abbilden und durchrechnen.
eAbgrenzung — Schätzverfahren
Andere Schätzverfahren haben ihre Berechtigung — sie machen Unsicherheit aber selten explizit.
fAbgrenzung — Planungstools
Planungs- und PM-Tools rechnen mit den Werten, die Sie eingeben. Die Simulation setzt davor an: Sie erzeugt diese Werte.
gAusgearbeitete Anwendungsfälle
Der Unterschied zwischen den Fällen liegt nicht in der Methode, sondern in der Frage, die damit beantwortet wird.
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Zur Beratung →hFAQ
Simulationsbasierte Projektkalkulation überführt ein Vorhaben in ein strukturiertes Projektmodell mit hinterlegten Unsicherheiten und rechnet daraus per Monte-Carlo-Simulation eine Vielzahl möglicher Verläufe durch. Ergebnis ist eine vollständige Aufwands- und Kostenbandbreite (P10/P50/P90) statt einer einzelnen Punktschätzung.
Die Perzentile beschreiben, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Aufwand nicht überschritten wird. P10 ist die optimistische untere Grenze, P50 der Median, P90 die abgesicherte obere Grenze, die sich als budgetsichere Planungsbasis eignet. Wo innerhalb dieser Bandbreite Sie planen, ist Ihre Entscheidung — die Simulation legt sie offen, statt sie Ihnen abzunehmen.
Ein Vorhaben so fein aufzulösen, statt es auf wenige Sammelpositionen zu verdichten, war lange nicht wirtschaftlich darstellbar. Erst die heute verfügbare Rechenleistung und die maschinelle Modellbildung machen es möglich, ein Projektmodell mit hunderten unsicheren Positionen aufzubauen und wiederholt durchzurechnen. Klassische Kalkulationsverfahren mussten diese Detailtiefe aus Aufwandsgründen aggregieren — und haben damit genau die Streuung verdeckt, auf die es ankommt.
Eine Expertenschätzung liefert eine einzelne Zahl und verbirgt die zugrunde liegende Unsicherheit. Die simulationsbasierte Kalkulation macht Unsicherheit und Kostentreiber explizit und gibt eine nachvollziehbare Bandbreite aus — Abweichungsrisiken werden dadurch früh sichtbar und besprechbar.
Nein. Planungswerkzeuge wie MS Project oder Jira verwalten Aufgaben, Termine und Fortschritt — sie rechnen aber mit den Werten, die Sie eingeben, und machen deren Unsicherheit nicht sichtbar. Die simulationsbasierte Projektkalkulation setzt davor an: Sie erzeugt die belastbaren Werte, mit denen anschließend geplant wird. Sie ergänzt Ihre Vorkalkulation und ERP-Systeme, statt sie zu ersetzen.
Im Regelfall genügen Anforderungs- oder Lastenheft, eine Funktions- oder Modulübersicht, Angaben zu Hardware und Schnittstellen sowie — falls vorhanden — eine bestehende Schätzung und Erfahrungswerte aus vergleichbaren abgeschlossenen Projekten. Ein fertiger Projektplan ist keine Voraussetzung: Aus den vorliegenden Informationen entwickeln wir eine umfassende Projektbeschreibung mit Projektstruktur, Ressourcen, Dauer und Liefergegenständen, die Sie vor der Simulation abnehmen. Fehlende Angaben werden im Modell als Unsicherheit hinterlegt und nicht durch Annahmen verdeckt.
Die Zahl der Läufe wird nicht pauschal festgelegt, sondern je Modell so gewählt, dass die ausgewiesenen Perzentile stabil bleiben. Entscheidend ist ohnehin nicht die Anzahl der Läufe, sondern die Kalibrierung der hinterlegten Verteilungen und Korrelationen sowie die Auflösung des Modells. Ein fein aufgelöstes, gut kalibriertes Modell liefert bei moderater Laufzahl belastbarere Ergebnisse als ein grobes Modell mit sehr vielen Läufen.
Nein. Die Simulation läuft in der Costmark-Engine; die Website zeigt vorgerechnete, beispielhafte Ergebnisse. Für ein konkretes Vorhaben wird ein eigenes Projektmodell aufgebaut und kalibriert.