Anwendungsfall · Vergabe

Zielkosten für Projekte, die Sie vergeben

Sie vergeben ein Vorhaben an einen Lieferanten. Wir rechnen den Aufwand phasenweise durch, als neutralen Benchmark, mit dem Sie Position für Position konkret verhandeln.

Definition

Zielkosten sind der Aufwands- und Kostenrahmen, den ein Projekt bei realistischen Annahmen benötigt, unabhängig davon, was ein vorliegendes Angebot fordert. Costmark rechnet sie aus einem vollständigen Projektmodell und schlüsselt sie nach Phasen, Kostentreibern und einmaligen Entwicklungs- und Engineeringkosten auf. Sie werden damit als Planungsgröße und als nachvollziehbare Faktenlage in der Verhandlung nutzbar.

aAusgangslage

Warum ein Angebot so schwer zu greifen ist.

Ohne eigene Aufwandssicht bleibt ein Angebot eine Zahl, die man nur annehmen oder ablehnen kann. Was fehlt, ist die Grundlage für das Gespräch dazwischen.

Angebot ohne Kostenaufbruch

Ein detaillierter Aufbruch kostet den Lieferanten Aufwand in der Angebotserstellung; oft bleibt es bei einer Summe.

Keine neutrale Referenz

Ohne neutral gerechnete Zielkosten fehlt die Bezugsgröße, an der sich ein Preis überhaupt messen lässt.

Späte Festlegungen

Der Aufwand hängt an Schnittstellen und Zulieferteilen, die erst spät feststehen.

Nachträge & Verzug

In der Integration eskalieren Aufwände, die vorher niemand eingeplant hat.

bAngebot vs. Zielkosten

Gemeinsam an den Kostentreibern arbeiten.

Wir stellen dem geforderten Preis die neutral gerechnete Aufwandsbandbreite gegenüber. Der Abstand dazwischen ist eine Sachfrage, kein Streitpunkt: Er zeigt, welche Positionen den Preis bestimmen und wo sich über Umfang, Varianten und Schnittstellen belastbar sparen lässt.

Beispielhafte, vorgerechnete Simulation zur Veranschaulichung. Für Ihre Vergabe wird ein eigenes Projektmodell aufgebaut; vorhandene Erfahrungswerte fließen in die Kalibrierung ein. Zur Methode

Einkauf / Auftraggeber

Eine belastbare Bezugsgröße und nachvollziehbare Herleitung: Sie gehen mit Fakten ins Preisgespräch.

„Ich habe Angebote bewertet, Zielkosten ermittelt und verhandelt und kenne die Kalkulation von beiden Seiten des Tisches.“

Lennart Stabenow · Gründer

Projektleiter

Realistische Termine statt geschönter Zusagen, mit sichtbarer Bandbreite je Phase.

Margenverantwortlicher

Budgetsicherheit: kein überzahlter Auftrag und kein Lieferant, der sich verkalkuliert.

Der Abstand zwischen Angebot und Zielkosten ist dort am größten, wo Aufwand und KI-Coding-Hebel zusammenfallen. KI-Coding-Potenzial ansehen

cEinmalkosten

Wo die Einmalkosten wirklich entstehen.

Wer die größten Risiken schon in der Initiierungsphase erkennt und behandelt, verschafft dem Projekt einen erheblichen Vorteil. Dafür muss sichtbar sein, woraus die Streuung der einmaligen Entwicklungs- und Engineeringkosten entsteht.

Vielzahl der Treiber

Die Streuung entsteht aus vielen unsicheren Positionen gleichzeitig; an einer einzelnen Annahme lässt sich eine Angebotssumme deshalb nicht prüfen.

Frühe Risikobehandlung

Was in der Initiierungsphase erkannt und mitigiert wird, entscheidet über den späteren Verlauf.

Informationsstand

Wer kalkuliert, hat selten alle fachlichen Angaben vorliegen; die Komplexität einzelner Prozessschritte wird dadurch unterschätzt.

Wechselwirkungen

Aus einzeln plausiblen Anforderungen entsteht eine Komplexität, die niemand einzeln verantwortet hat, am schärfsten in regulierten, nachweisintensiven Projekten.

dVorgehen

Wie ein Mandat abläuft.

Vom ersten Gespräch bis zur Übergabe. Sie wissen jederzeit, woran wir arbeiten, und nehmen die Projektbeschreibung ab, bevor gerechnet wird.

Lennart Stabenow erläutert am Flipchart die Schritte Idee, Kosten und Umsetzung

Idee · Kosten · Umsetzung

  1. 01

    Ist-Aufnahme

    Sie schicken, was vorliegt. Wir klären Umfang, Zeitrahmen und die offenen Punkte.

    Ihr Aufwand: 60 Minuten

  2. 02

    Rekonstruktion

    Aus den Unterlagen entsteht die Projektbeschreibung: Arbeitspakete, Rollen, Annahmen, Abgrenzung.

    Ihr Aufwand: ohne Ihr Zutun

  3. 03

    Freigabe

    Sie lesen die Projektbeschreibung gegen und korrigieren, was nicht zu Ihrem Vorhaben passt.

    Ihr Aufwand: 60 Minuten

  4. 04

    Simulation

    Das freigegebene Modell wird gerechnet, mit Terminplan, Team, Varianten und Risiken.

    Ihr Aufwand: ohne Ihr Zutun

  5. 05

    Ergebnisreview

    Wir gehen den Projektplan mit Ihnen durch, Abschnitt für Abschnitt.

    Ihr Aufwand: 60 Minuten

eDeliverables

Was Sie am Ende in der Hand halten.

Abgestimmte Projektbeschreibung

Struktur, Ressourcen, Dauer und Liefergegenstände, von Ihnen abgenommen.

Planwert, Absicherung, Risikoband

Der Planwert für die Planung, die Absicherung für die Zusage, dazwischen das Risikoband.

Aufwand nach Phasen & Rollen

Transparent aufgeschlüsselt und nachvollziehbar.

Abweichungen zu Ihren Vorgaben

Ihre Vorgabewerte neben dem Simulationsergebnis, jede Abweichung benannt und eingeordnet.

Risikoregister

Risiken dort, wo die Schwankung am größten ist.

Handlungsempfehlungen

Klare nächste Schritte für die Entscheidung.

Zielkosten-Dossier

Nachvollziehbare Herleitung und Faktenlage für das Preisgespräch.

fSchwerpunkt

Angebote für Software im Maschinen- und Anlagenbau.

Ein Angebot nennt eine Summe; die Herleitung liegt beim Lieferanten. Für Steuerungs-, Embedded- und Systemsoftware lösen wir sie in Phasen, Rollen und Treiber auf, damit Sie auf Augenhöhe verhandeln. Die Methode selbst ist domänenunabhängig.

  • Engineering und Software

    Beide Aufwandsblöcke getrennt bewertet, nicht als eine Summe.

  • Qualifizierung und Nachweise

    Aufwand, der im Angebot regelmäßig zu knapp angesetzt wird.

  • Schnittstellen und Zulieferteile

    Späte Festlegungen, die den Einmalaufwand nach oben treiben.

gFAQ

Häufige Fragen

Was sind Software-Zielkosten?

Software-Zielkosten sind der Aufwands- und Kostenrahmen, den ein Software-Entwicklungsprojekt bei realistischen Annahmen benötigt, unabhängig davon, was ein vorliegendes Angebot fordert. Costmark leitet Zielkosten aus einer simulierten Aufwandsbandbreite (P10-P90) ab und schlüsselt sie nach Phasen und Kostentreibern auf. Genutzt werden sie als Planungsgröße für das eigene Budget und als nachvollziehbare Faktenlage im Preisgespräch mit dem Anbieter.

Wie kann ich ein Software-Angebot prüfen und verhandeln?

Ein hohes Software-Angebot lässt sich prüfen, indem der geforderte Preis einem neutral gerechneten, fairen Aufwand gegenübergestellt wird. Costmark modelliert das Projekt mit seinen Phasen und Kostentreibern und simuliert den Aufwand über eine Vielzahl möglicher Verläufe (Monte-Carlo). Ergebnis ist eine faire Bandbreite (P10-P90) statt einer einzelnen Zahl. Der Abstand zwischen Angebot und Bandbreite zeigt, wo Rückfragen sachlich begründet sind. Zusätzlich beziffern wir die Einsparpotenziale durch KI-Coding pro Phase. Sie erhalten daraus ein Zielkosten-Dossier mit nachvollziehbarer Herleitung, mit dem Sie das Preisgespräch faktenbasiert und auf Augenhöhe führen können, auch ohne eigenes technisches Detailwissen.

Was sind einmalige Entwicklungs- und Engineeringkosten?

Einmalige Entwicklungs- und Engineeringkosten, kurz Einmalkosten, sind die Aufwände, die für die Entwicklung eines Projekts nur einmal anfallen und nicht je gelieferter Einheit erneut entstehen. Bewertet wird der Gesamtaufwand des Vorhabens, aufgeschlüsselt in Engineering-Stunden, Software-Entwicklungsaufwand, Qualifizierung und Nachweise sowie Dokumentation. Im Einkauf sind dafür auch die Kürzel NRC (non-recurring cost) und NRE (non-recurring engineering) gebräuchlich. Bei komplexen Projekten ist dieser Block häufig der größte Posten eines Angebots und wird deshalb gesondert ausgewiesen; wo er nicht ausgewiesen ist, wird er beim Lieferanten angefragt. Costmark rechnet ihn als neutralen Benchmark in einer Bandbreite (P10-P90) und zeigt, welche Positionen ihn bestimmen.

Was liefert eine Costmark-Zielkostenanalyse?

Die Zielkostenanalyse liefert eine belastbare Aufwands- und Kostenbandbreite (P10-P90) für das ausgeschriebene Projekt, aufgeschlüsselt nach Phasen und Kostentreibern. Dafür werden Anforderungen und Funktionsumfang strukturiert erfasst, in ein Projektmodell überführt und mit realistischen Verteilungen für die einzelnen Treiber hinterlegt. Das Ergebnis zeigt, wo Nachträge und Risiken am wahrscheinlichsten sind und welche Positionen den Preis bestimmen. Das ist die Grundlage, um mit dem Lieferanten sachlich über Umfang und Kosten zu sprechen. Bewusst transparent: Wir versprechen nicht die exakte Zahl, sondern eine nachvollziehbare Bandbreite über den gesamten Aufwandsbereich.

Zielkosten für Ihre Vergabe ermitteln

Wir ermitteln die faire Aufwandsbandbreite für das ausgeschriebene Vorhaben und schlüsseln sie nach Phasen, Kostentreibern und Einmalkosten auf, nachvollziehbar hergeleitet, damit die Zahlen im Gespräch mit dem Lieferanten tragen.

Sie führen das Projekt stattdessen selbst durch? Dann ist die Projektkalkulation der passende Fall. Grundlage ist in beiden Fällen dieselbe Methode.